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Was Schumi noch am Lenkrad macht PDF Drucken E-Mail

(Rundschau Online  24.01.11, 07:09h)

Die Herrensitzung der Karnevalsgesellschaft „Närrische Oberberger“ feierte den Sieg der Geißböcke mit schmutzigen Witzen und freizügigen Damen. Ausgelassene und beglückte Gemüter in Engelskirchen.

Das Nummerngirl hatte die meisten und heißesten Auftritte.

 

 

 

 

ENGELSKIRCHEN - Der FC macht die Stimmung perfekt. Gerade erst hat Sitzungspräsident Paul Remmel den Sieg der Kölner Geißböcke verkündet, da laufen auch schon deren Cheerleader ins Festzelt. Zu fetzigen Beats wedeln sie ihren Pompons und feiern das 3:0 ihrer Mannschaft gegen Bremen - und die Männer tun's ihnen gleich.

Die Herrensitzung der Karnevalsgesellschaft „Närrische Oberberger“ bot auch in dieser Session reichlich Höhepunkte. Dass die meist etwas mit schmutzigen Witzen und weiblichen Reizen zu tun hatten, war klar. Das aus den Vorjahren bekannte Nummerngirl sorgte auch diesmal für Struktur im Sitzungsprogramm. Vor jedem neuen Auftritt marschierte es auf die Bühne, ein Nummertäfelchen in den Händen. Da merkte der Mann: Aha, jetzt kommt etwas Neues. Je später der Abend, desto luftiger wurden die Outfits.

Der Meinerzhagener Fanfarenzug hatte sich zum Auftakt mit lauten Rhythmen im Festzelt Gehör verschafft. Das war gar nicht so einfach. Denn die Bankreihen waren so gut besetzt wie seit Jahren nicht mehr, freute sich KG-Chef Rudi Krautilik: „Wir haben 1200 Besucher.“ Die hatten sich - gemessen an anderen Herrensitzungen - bei der Kostümierung Mühe gegeben. Doch manch Narr begnügte sich mit einer bunten Krawatte. In Richtung Gero Karthaus bemerkte ein Büttenredner bissig: „Ach, guck mal. Hier vorne hat sich einer als Bürgermeister verkleidet!“

Die „Närrischen Oberberger“ hatten ihr Programm mit einigen Hochkarätern gespickt. An der Gitarre reimte Bernd Stelter einen Jahresrückblick. Vieles habe für Kopfschütteln gesorgt: „Eine besoffene Bischöfin am Steuer? Bei der Katholiken hätte es das nicht gegeben.“ Überhaupt, wer sich da alles noch ans Lenkrad traut. „Mit Schumi haben wir jetzt noch einen Rentner im Mercedes.“ Bei Politik und Naturkatastrophen sieht Stelter Parallelen: „Merkel hat die gleiche Wirkung auf ihre Parteimänner wie ein Hurrikan auf die Küstenbewohner Floridas.“ Natürlich hatte er auch zum Skandal im schwedischen Königshaus und der Heirat von William und Kate eine Meinung.

Zur Überraschung vieler nahm sich Gudio Cantz derselben Themen an. Er erzählte aber auch von der Geburt seines ersten Sohnes: „Es macht tatsächlich Spaß, sich mit nem fremden Typen die Brust meiner Frau zu teilen.“ Kinderkriegen sei ja keine Sache des Alters, wie Jean Pütz beweise. „Eigentlich hätte er Zwillinge zeugen müssen. Denn so ne alte Flinte streut ja ein bisschen.“ Die Krankenkasse habe sich über den 74-jährigen Papa Pütz gefreut, meinte Cantz: „Wer mit einem Kinderwagen unterwegs ist, braucht keinen Rollator.“

Den beiden Büttenrednern folgten viele weitere Akteure. Unter anderem rockten Brings. Mit der Schlossgrade zu Alsbach und dem Tanzcorps Rot-Weiß kamen zwei Eigengewächse, die das Dreigestirn mit Prinz Markus Schneider an der Spitze besonders hofierten. (aga)

 

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